Wisset - Städte und Dörfer(Ko)

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Wisset

Wisset
Wisset
1281 - heute
(Vysoka)

Der Ort lag in guter klimatischer Höhe, hatte zwei Teiche, viele Brunnen und Quellen. Vom "Schweiger" genoß man einen guten Rundblick.Die Bewohner betrieben Ackerbau und Viehzucht.
Der Ortsname soll von Wissen, Wissende (Richter) herrühren. Wisset war nach Krima eingepfarrt, besaß aber seit 1880 eine Kapelle mit 2 Glocken. Die Poststelle war ebenfalls in Krima.
An christlichen Denkmälern sind 7 Kreuze und eine Dreifaltigkeitsstatue zu erwähnen.
Die Schule wurde einklassig 1829 errichtet. Vorher fand der Unterricht nur während der Wintermonate  in verschiedenen Wohnhäusern statt. Die Kinder wurden in Lesen, Besenbinden und Korbflechten unterrichtet.
Die drei Ortsplätze waren im Sommer als Pflanzgärten- ansonsten als Spielplätze genutzt worden.


Ortsgeschichte nach der Familienchronik von Helmuth Tautermann, Wien

Was die Deutung des Ortsnamens anlangt, so existieren eine Reihe von Thesen. Der in alten Urkunden verwendete lat. Namen "Wisok" dürfte dem tschechischen Wort, "vysoky" entlehnt worden sein. Das bedeutet "hoch", was mit "wissend" erklärt wird. Auch andere Erklärungen, wie "Weistum", "Rechts- bzw. Lichtstätte", "Wiesort" (= auf der Wiese) und "Wisent" werden herangezogen. im Jahre 1281 wurde der Ort "Wyzok" genannt. In Mecklenburg gibt, es übrigens auch einen Ort, der, Wisset heißt.
Das Grundausmaß des Ortes betrug im Jahre 1895 fast 400 Hektar. Neben 148 Hektar Äckern und 150 Hektar Waldfläche gab es noch Wiesen, Weideland, Gärten und unproduktive Flächen. Wisset ist zwischen den Aussichtspunkten "Platte" und "Schweiger" angesiedelt. Früher gab es zwei kleine Teiche und eine große Anzahl von Brunnen und Quellen. Das Klima ist hier mäßig.
Wisset gehörte zum Pfarrsprengel Krima. Es besaß allerdings seit dem Jahre 1880 eine kleine Kapelle mit 2 Glocken. Weiters auch einen kleinen Friedhof. Den Grund hierfür hatte Karl Berbalk (aus Wisset 22) der Gemeinde unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die restlichen Kosten wurde über Spenden hereingebracht. Bereits im 18. Jahrhundert gab es in Wisset eine Schule. 1829 erfolgte der Neubau der einklassigen Volksschule, in die auch der Ort Glieden eingegliedert wurde. In Wisset gab es vor dem 2. Weltkrieg zwei Gasthäuser (Mann und Puschner).
Historisch interessant ist, dass am Ende des 17. Jahrhunderts in Wisset Eisenstein gegraben wurde.

Was die Einwohner anlangt, so gab es zu Beginn des 16. Jahrhunderts eine Reihe von Leinwebern in Wisset. Das Handwerksbuch der Komotauer Leinweber nennt für das Jahr 1.533 die Namen: Enderle und Markes NESTLER, Valten und Lorenz PERPALK, Wolf LEFLER.
Das Dorfurbar der Herrschaft Komotau aus dem Jahre 1560 nennt die in Wisset ansässig gewesenen Untertanen mit Besitz: Caspar BARTTL" Andres PASZLER, Blasius BEERBALCK, Lorenz BEHRBALCK, Paul BEERBALCK, Veit BEERBALCK, Bartel TAUERMANN, Urban DAUERMANN, Jokoff JANN, Mats JANN, Gregor KERNER, Jokoff GROSZKOPF, Wolf LÖFFLER, Georg NESTLER, Hanns SCHEIBNER und Paul SEIFFERT.

1560 / 1563   16 gesessene Untertanen
1651   18 Häuser    85 Bewohner
1700   24 Häuser
1800   36  Häuser
1895   17 Bauernwirtschaften und 7 Häusler
(210 deutsche und katholische Einwohner)
                1930     176 Einwohner
                  1939     41 Häuser, 200 Einwohner
                       1947    40 Häuser, 89 Einwohner
                       1959     16 Häuser, 3 deutsche Familie
                       1960     15 Häuser, einige Scheunen, ca. 20 Einwohner
Gesamt- und Teilansichten
Gruppenfoto der Feuerwehr Wisset beim 25. Gründungsfest der Feuerwehr in Tschoschl.

Volksschule Wisset um 1933
Drei Männer aus Wisset bei der k.u.k. österreichischen Armee:
Links Karl Olbert Hs. Nr. 20 (Gemeindevorsteher von 1919- 1945), Mitte Franz Berbalk Hs. Nr. 1, rechts Julius Goschala Hs. Nr. 22

Gedenktafel der im 1. Weltkrieg Gefallenen

Fachwerkhaus
 
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