Kleinhan - Städte und Dörfer(Ko)

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Kleinhan

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Kleinhan
Malý Háj
Bezirk: Brüx


Geographische Lage: ♁50° 35′ N, 13° 25′ OKoordinaten: 50° 35′ 14″ N, 13° 25′ 6″ O | OSM |
Einwohner: 9 (2011[1])
Malý Háj (deutsch Kleinhan) ist ein Ortsteil von Hora Svaté Kateřiny im Okres Most in Tschechien. Der Ort entstand als Waldhufendorf, dessen Name sich wohl aus Kleiner Hain entwickelt hat und seine Lage inmitten des Waldes mit wenigen Häusern bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis


Geschichte

1549 erfolgte die Erste schriftliche Erwähnung. Das Dorf gehörte damals zu Rothenhaus. Die ersten Siedler stammten wohl aus Westfalen und wurden von den Herren auf Rothenhaus eingeladen. Jeder Siedler bekam einen Waldteil, den er roden sollte, das so entstehende Feld sollte später ihm gehören. Während des Dreißigjährigen Krieges mussten die Schweden auf dem Rückzug wegen einer Typhusepidemie im Ort Halt machen. An diese Begebenheit erinnern der Schwedenweg (Švédská cesta) und der Schwedenfriedhof (Švédský hřbitov).
1846 fanden zwei Jungen unterhalb des Steindl (Kamenný vrch), wo sie Vieh trieben, einen Topf mit Silbermünzen, den sogenannten Schwedenschatz. Im 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts lebten die meisten Einwohner von der Forstwirtschaft. Der größte Teil des erwirtschafteten Holzes wurde nach Sachsen exportiert.
1953 wurde Malý Háj, das vor dem Zweiten Weltkrieg zu Rudelsdorf gehörte, Ortsteil von Hora Svaté Kateřiny.

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohnerzahl
1869     142
1880     101
1890     108
1900     110
1910     124

Jahr Einwohnerzahl
1921     109
1930      93
1950      15
1961      11
1970      17

Jahr Einwohnerzahl
1980       7
1991       3
2001       5
2011       9

Sehenswürdigkeiten

Die weit sichtbare Kirche von Malý Háj

Die weit sichtbare Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit (Nejsvětější Trojice), 1783 erbaut, war ursprünglich eine Filialkirche von Katharinaberg, wurde aber im Jahr 1791 zur Lokalie und 1852 zur Pfarrei erhoben. Sie steht auf einer Anhöhe. Seit 1993 erfolgt mit Unterstützung der Kirchgemeinde Deutschneudorf die Sanierung der Kirche.
Der Eduardova skála (Eduardfelsen), abseits von Touristenpfaden gelegen, liegt mit einer Höhe von rund 900 Metern inmitten eines kleinen Wäldchens. Von dessen Spitze bietet sich ein Ausblick über das Erzgebirge und auf die Stadt Katharinaberg.
Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges in Kleinhain in Form eines einfachen Kreuzes mit einer Gedenksteintafel und Inschrift. Das Kreuz, mit einem Holzzaun umzäunt, ist Erinnerung an Ereignisse, die sich dort während der Nachkriegswirren am 11. Juni 1945 ereignet haben. Damals ist es in Rudolice v Horách/Rudelsdorf zu einer Schießerei zwischen einem Tschechoslowakischen Wachkommando und zwei ehemaligen Mitgliedern der Waffen SS gekommen. Einer der tschechischen Soldaten wurde schwer verletzt. Der tschechische Kommandeur der Militäreinheit, die ihre Basis in Mníšek/Böhmisch Einsiedel hatte, suchte am gleichen Tag zehn deutsche Männer aus den Orten Rudolice v Horách/Rudelsdorf und Malý Háj/Kleinhan aus, über die bekannt war, dass sie während des Krieges und der Okkupation gegen die tschechische Bevölkerung Gewalt ausgeübt haben (zitiert aus historischen Bericht). Acht von ihnen hat er erschießen und in einen Massengrab begraben lassen. An der Stelle des Massengrabes steht seit 1991 ein kleines Denkmal mit kurzer Inschrift: Opfern des II. Weltkrieges, Jahr 1945.
Häuserreihe von Kleinhan
Kirche Hl. Dreifaltigkeit
Blick vom Rudolfův kámen auf Kleinhan
Kleinhan vom Eduardstein
Inneneinrichtung Kirche Hl. Dreifaltigkeit
 
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